In dieser Folge hat Sven Rudy zum Gespräch gebeten. Sein Gast ist Stefan Gessner, der Vertriebsleiter Deutschland von digitalSTROM AG. Wer ist digitalSTROM? Was sind die Ziele des Unternehmens? Wie sieht es mit der Sicherheit beim Thema Smart Home aus? Fragen, die sicherlich nicht nur Sven Rudy von Rudy Elektrotechnik beantwortet wissen will. Viel Spaß beim ersten Teil des spannenden Interviews.

 

Transkript:

Sven Rudy: Hallo zusammen, heute bei uns im SmartHome-Bereich habe ich einen ganz interessanten Gast mit dabei, den Stefan Gessner. Er ist von der Firma Digitalstrom. Stefan, erzähle ein bisschen was von dir. Wie kommst du zu digitalSTROM?

Stefan Gessner: Danke Sven für die Einladung. Ich freue mich hier sein zu dürfen. Mein Name ist Stefan Gessner, ich bin Vertriebsleiter bei digitalSTROM. Zu digitalSTROM vielleicht noch ein paar Informationen vorab. Wir sind seit 2011 auf dem Markt, haben in Deutschland und in der Schweiz gestartet nach sieben Jahren Entwicklung und haben uns jetzt in den letzten Jahren weiterentwickelt eben in die angrenzenden Länder, teilweise auch schon außereuropäische Projekte realisiert, eben uns immer weiter entwickelt im Bereich der Hardware und Software. Kleines Beispiel vielleicht direkt vorab, wir haben schon 2013 die erste Sprachsteuerung auf den Markt gebracht. Es war unsere eigene Sprachsteuerung. Man benötigte eine App dafür, war also keine Raumsprachbedienung wie man es jetzt heute kennt. Und so hat sich eben jetzt in den letzten Jahren digitalSTROM in Hardware als auch in Software immer weiterentwickelt bis zu einem Stand, wie wir ihn heute haben. Wo wir letztendlich alle klassischen und wichtigen Bereiche im SmartHome auch abdecken können.

Sven Rudy: Stefan, was macht eigentlich so Digitalstrom aus für den Normalanwender?

Stefan Gessner: Das Ziel soll es sein, nicht mit mehreren Apps auf dem Smartphone sein SmartHome eben zu bedienen. Sondern eben eine Plattform zu haben, die in der Lage ist, möglichst viele Hersteller zu integrieren. Das bedeutet dann halt letztlich in der Praxis, dass ich es nicht für meine Lichtsteuerung, wenn es beispielsweise Philips Hue ist, dann meine Philips Hue App rausholen muss, um das zu steuern. Sondern dass ich ganz einfach auch über den 230 Volt-Taster, der über Digitalstrom vernetzt ist, dann meine Lichtstimmung aufrufen kann. Und ob das dann Philips Hue ist, Dali oder andere Lampenarten oder Protokolle, ist dann erstmal egal. Aber eben, dass ich meine gewohnte Infrastruktur oder die Bedienmöglichkeit nutzen kann, um das jetzt eben mit zu integrieren und zu steuern. Das heißt, viele Fremdhersteller sind eben mit integrierbar.

Sven Rudy: KMX, digitalSTROM, welche Unterschiede gibt es da und was kannst du mir darüber nennen?

Stefan Gessner: Der Hauptunterschied ist zunächst, dass wir über die 230 Volt Elektroinstallation kommunizieren. Also, wir eine Standard Elektroinstallation benötigen, damit erstmal alles per se in der Elektroinstallation vernetzt werden kann. Also kein extra Buskabel benötigen. Der zweite Unterschied ist, dass wir eine dezentrale Intelligenz haben in den Klemmen, die bekanntermaßen aussehen wie Legosteine, hinter den Tastern verbaut werden, um eben jetzt den Bereich zu digitalisieren. Ob es jetzt die Lampe ist, der Taster oder der Rollo-Motor wird ja mit dieser Klemme digitalisiert und in dieser Klemme steckt schon eine ganze Menge Intelligenz drin. Es sind übergeordnete Aktivitäten und Eigenschaften, die wir herstellerseitig programmieren, die auch hinterher bei der Inbetriebnahme dafür sorgen, dass es nicht mehr ganz so aufwendig wird und das Ganze schneller von der Hand geht und man eben relativ flott, im Idealfall binnen eines Werktages, auch mit so einer Inbetriebnahme fertig ist. Das heißt, es gibt zwei große Unterschiede. Einmal, dass wir über die Powerline, wie man ja dann sagt, kommuniziert und der zweite, dass wir ein dezentrales System oder einen dezentralen Ansatz haben, damit die Intelligenz nicht an einem Punkt sitzt, das eventuell auch einen Flaschenhals darstellen könnte, der dafür sorgt, dass wenn da etwas schiefgeht, es reicht ein Spannungsausfall, dass auf einmal in der Installation nichts mehr funktioniert.

Sven Rudy: Thema Sicherheit, persönliche Daten, was passiert mit den Daten, wenn ich meine Daten auf dem Handy habe? Werden die gespeichert, werden die in die Cloud gelegt? Was passiert, wenn ich außerhalb von meinem Haus bin, sind die Daten noch sicher? Das sind jetzt im Moment so Fragen, die unheimlich meine Kunden auch gehabt haben.

Stefan Gessner: Generell das Thema Datenschutz ist für uns als Hersteller sehr wichtig und nicht zuletzt unterliegen wir da jetzt der DSGVO. Somit ist ganz klar geregelt, welche Daten gespeichert werden dürfen und welche nicht. An sich liegen alle Daten erstmal ganz zentral auf dem Server in der eigenen Installation und haben auch noch keine Internetverbindung. Also werden jetzt nicht automatisch im Internet gespeichert. Ich denke, dass ist zu anderen Herstellern ein Unterschied, dass wir das eben zentral in der eigenen Installation speichern, aber das nicht per se in irgendeine Cloud schieben, wo man nicht weiß, welche Daten aus meiner Installation liegen jetzt eigentlich wo. Und da haben wir als Hersteller das Interesse, dass das entsprechend nach allen Normen und Gesetzen, wie sie dann eben auch da sind, sichergestellt ist und der Kunde sich keine Gedanken machen muss, dass da jetzt irgendwo Daten von ihm weitergegeben werden.

Zusammenfassung
Interview mit Stefan Gessner von digitalSTROM AG (Teil 1)
Titel
Interview mit Stefan Gessner von digitalSTROM AG (Teil 1)
Beschreibung

Herzlich Willkommen zu einer weiteren Folge unseres Video-Blogs.In dieser Folge hat Sven Rudy zum Gespräch gebeten. Sein Gast ist Stefan Gessner, der Vertriebsleiter Deutschland von digitalSTROM AG.Wer ist digitalSTROM? Was sind die Ziele des Unternehmens? Wie sieht es mit der Sicherheit beim Thema Smart Home aus? Fragen, die sicherlich nicht nur Sven Rudy von Rudy Elektrotechnik beantwortet wissen will. Viel Spaß beim ersten Teil des spannenden Interviews.